Die Bischofbande

Emma Pauls: Wie Tanzen beim Weg zurück ins Leben hilft

Emma Pauls wächst mit dem Tanzen auf. Ihre Mutter Stefanie war bereits in „Mara und die Bischofbande“ eine besonders talentierte Tänzerin. Diese Begeisterung gibt sie an ihre Tochter weiter.
Dann stirbt Stefanie – und für Emma verändert sich alles.

Wenn die Trauer das ganze Leben bestimmt

Nach dem Tod ihrer Mutter verliert Emma nicht nur einen geliebten Menschen. Auch viele Dinge, die sie vorher mit Freude erfüllt haben, verlieren ihre Bedeutung.
Das Tanzen erinnert sie an Stefanie und damit gleichzeitig an das, was sie verloren hat. Emma zieht sich zurück und vernachlässigt sich zunehmend.
Trauer verläuft nicht geradlinig. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem ein Mensch wieder funktionieren muss. Auch gut gemeinte Aufforderungen, sich zusammenzureißen oder nach vorne zu schauen, helfen häufig nicht.
Emma braucht Zeit – und einen Weg, der zu ihr passt.

Hilfe von unerwarteter Seite

Ausgerechnet ein vermeintlicher Gegner erreicht sie. Er begegnet Emma nicht nur mit Mitleid, sondern ermutigt sie, wieder aktiv zu werden.
Dabei geht es nicht allein um Sport oder eine äußerliche Veränderung. Bewegung gibt ihrem Alltag Struktur. Sie erlebt, dass sie selbst noch etwas bewirken kann, und gewinnt langsam Vertrauen in ihren eigenen Körper zurück.
Vor allem entdeckt sie erneut das Tanzen.

Eine Verbindung zur Mutter

Zunächst ist jede Tanzbewegung mit Erinnerungen verbunden. Doch mit der Zeit merkt Emma, dass sie diese Erinnerungen nicht verdrängen muss.
Das Tanzen gehört nicht nur ihrer Mutter. Es ist auch ein Teil von ihr selbst.
Indem Emma in den Tanzsaal zurückkehrt, lässt sie Stefanie nicht hinter sich. Sie findet eine Möglichkeit, die Verbindung zu ihr zu bewahren und trotzdem weiterzuleben.

Kein schneller Weg zurück

Emma wird nicht durch eine einzige Trainingseinheit wieder glücklich. Ihr Weg besteht aus kleinen Schritten, Rückschlägen und Momenten, in denen etwas Vertrautes zurückkehrt.
Genau das wollte ich mit ihrer Geschichte zeigen: Nach einem schweren Verlust bedeutet Heilung nicht, dass die Trauer verschwindet. Sie bekommt nur nach und nach einen anderen Platz im Leben.
Für Emma wird das Tanzen zu einer Sprache, mit der sie ausdrücken kann, wofür ihr lange die Worte fehlen.

 

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