Die Bischofbande

Warum „Franzi und die Bischofbande“ ursprünglich der Abschluss der Reihe sein sollte

Als ich „Franzi und die Bischofbande“ schrieb, war ich überzeugt, damit den letzten Band der Reihe zu erzählen. Die Geschichte führte bis ins Jahr 2019 und damit beinahe in die Gegenwart. Für mich schien der richtige Zeitpunkt gekommen, mich von Weißwald und seinen Banden zu verabschieden.
Gleichzeitig sollte dieser Abschluss noch einmal viele Fäden aus den vorherigen Büchern aufnehmen.

Ein Wiedersehen mit vertrauten Figuren

Im Mittelpunkt stehen nun die Kinder jener Figuren, die Leserinnen und Leser bereits aus früheren Bänden kennen.
Franzi und David sind die Kinder von Jessica und Justin. Clara ist die Tochter von Mara und Eric. Emma und ihr jüngerer Bruder gehören zur Familie von Stefanie und Marian.
Die früheren Jugendlichen sind inzwischen Eltern geworden. Ihre Geschichten wirken jedoch weiter, denn sie prägen, wie ihre Kinder aufwachsen und welche Vorstellungen sie von den beiden Banden übernehmen.
Dadurch fühlte sich „Franzi“ für mich wie ein Kreis an, der sich langsam schließt.

Eine neue Generation übernimmt

Mit David Bischof und Benedikt Willem stehen erneut zwei Jungen an der Spitze der verfeindeten Gruppen. Beide gehen jedoch sehr unterschiedlich mit dieser Rolle um.
David betrachtet die Rivalität als wichtigen Teil seiner Identität. Benedikt zieht neu nach Weißwald und versteht zunächst kaum, weshalb er automatisch als Feind behandelt wird.
Ausgerechnet Franzi beginnt, sich für Benedikt zu interessieren. Damit gerät nicht nur ihre Loyalität zu David, sondern auch die Feindschaft der beiden Banden ins Wanken.
Die zentrale Frage lautete für mich deshalb: Kann die jüngste Generation etwas beenden, das ihre Familien seit Jahrzehnten weitertragen?

Ein würdiger Schlusspunkt

Franzi und Benedikt boten die Möglichkeit, die alte Feindschaft noch einmal grundsätzlich zu hinterfragen. Gleichzeitig zeigte Davids Entwicklung, dass auch ein schwieriger Junge lernen kann, Verantwortung für andere zu übernehmen.
Ich hoffte, mit diesem Band einen würdigen Abschluss für die Reihe gefunden zu haben. Am Ende ließ ich mir trotzdem ein kleines Hintertürchen offen: Vielleicht würde es irgendwann doch noch einen weiteren Teil geben.
Damals wusste ich noch nicht, dass mich die nächste Generation tatsächlich nicht loslassen würde.
Heute ist „Franzi und die Bischofbande“ deshalb nicht mehr das Ende. Der Roman bildet vielmehr den Übergang zwischen der bisherigen Reihe und der Geschichte von Nele, Clemens und den neuen Bandenmitgliedern.
Manchmal erkennt man erst nach dem letzten Satz, dass eine Geschichte noch nicht vollständig erzählt ist.

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